Inflation 7

Der Goldpreis hat in den vergangenen Tagen eine Verschnaufpause eingelegt – die geringen Rücksetzer dürften aber nur von kurzer Dauer sein, wie die Analysten der Commerzbank in einem aktuellen Marktbericht deutlich machen.

Nach Einschätzung der Experten werde schon bald die Realität wieder Einzug an den Finanzmärkten halten, wenn weitere Schock-Zahlen aus der Wirtschaft bekannt werden. So wird insbesondere für die Vereinigten Staaten von Amerika eine neue Rekordarbeitslosigkeit erwartet.

Nach einem starken Kampf um die Marke von 1700 US-Dollar ist der Goldpreis zuletzt wieder knapp unter diese psychologisch wichtige Grenze gerutscht. Das 52-Wochen-Hoch liegt bei 1747 US-Dollar – der Allzeitrekord aus dem Jahr 2011 liegt bei sogar rund 1920 US-Dollar.

In ihrem Marktbericht macht die Commerzbank deutlich, dass eine schnelle wirtschaftliche Normalisierung infolge der Corona-Krise illusorisch sei. Aus diesem Grund werde jede Schwäche beim Goldpreis nur von kurzer Dauer sein, so die Commerzbank.

Wie aus einem Bericht des Onlineportals „Finanzen100“ hervorgeht, erhält der Goldpreis zudem starke Unterstützung von ETF-Anlagen. Denn das Interesse aus diesem Segment ist ungebrochen hoch. Commerzbank hat im April einen Zufluss von 160 Tonnen in ihre mit Gold gedeckten Fonds verzeichnet.

Gold zählt zu den absoluten Investment-Gewinner des Jahres 2020. Seit Jahresbeginn hat der Goldpreis in Euro bereits rund 15 Prozent zugelegt. Der Krisenschutz ist in Zeiten von Corona so wichtig wie nie zuvor. Zudem befürchten viele Marktbeobachter, dass künftig auch wieder verstärkt der Handelsstreit zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und China in den Mittelpunkt gerät. Denn US-Präsident Donald Trump möchte die Chinesen für ihre Rolle in der Corona-Krise zur Verantwortung ziehen.

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