Inflation 2

Es sollte der nächste Angriff auf das Edelmetall-Investment werden – doch die neueste Idee von Bundesfinanzminister Olaf Scholz muss wohl unter dem Stichwort „Dumm gelaufen“ verbucht werden: Der Plan des Bundesfinanzministeriums, Gold-Investments über die Börsen in Frankfurt am Main und Stuttgart ab 2021 zu besteuern, ist gescheitert. Somit bleiben Goldgewinne auch nach einem Jahr Haltefrist weiter steuerfrei.

Wie aus dem Jahressteuergesetz für 2020 hervorgeht, ist das so genannte Xetra-Gold gestrichen worden. Bislang war neben der Xetra-Variante auch das Euwax-Gold in einem Referentenentwurf zu finden und sollte künftig mit der Abgeltungssteuer belegt werden. Wie das Manager Magazin berichtet, soll die CDU/CSU-Union allerdings dagegen Widerstand durchgesetzt haben.

Auch künftig sind die börsengehandelten Goldpapiere somit steuerfrei, wenn vor dem Verkauf eine Haltefrist von einem Jahr verstrichen ist. Von dieser Möglichkeit machen in Deutschland immer mehr Anleger Gebrauch. Sie sichern sich einerseits den Anspruch auf physisches Gold und andererseits die Möglichkeit, Edelmetalle bequem von zuhause zu handeln, ohne sich um die Lagerung kümmern zu müssen.

Gegen die Pläne von Bundesfinanzminister Olaf Scholz hatten nicht nur Edelmetallanleger, sondern auch Börsenbetreiber und unabhängige Vermögensverwalter Sturm gelaufen. Denn Xetra-Gold sei vor allem von Privatanlegern nachgefragt und eine unkomplizierte Möglichkeit, in Edelmetalle zu investieren. Diese Möglichkeit sollte aber offenbar torpediert werden.

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