Gold (12,5kg Standardbarren) 5 (12,5 Kg Standard Bar) (6)

200 Millionen US-Dollar sind auch im Edelmetallhandel eine unfassbar große Menge Geld – bei Gewinnmargen von einem Prozent oder weniger muss ein Goldhändler ziemlich lange arbeiten, um diesen Gewinn zu erwirtschaften. Bei der Investmentbank HSBC steht diese Summe nun auf der Verlust-Seite der Bilanz: An nur einem Tag im März hat das Geldhaus rund 200 Millionen US-Dollar am Goldmarkt verloren. Als Grund hierfür gibt die Bank große Preisunterschiede zwischen den wichtigsten Goldhandelsplätzen der Welt an.

Wie auch der Kettner-Edelmetalle-Blog berichtete, kam es im März 2020 zu einmaligen Verwerfungen am Markt für Papiergold. Während üblicherweise nur geringe Preisunterschiede von wenigen Dollar zwischen den Handelsplätzen in New York und London bestehen, stieg diese Differenz auf bis zu 70 US-Dollar. Der so genannte „Spread“ hat das Gold-Leasing und andere Absicherungsmechanismen außer Kraft gesetzt, mit denen sich Händler und Banken üblicherweise gegen Schwankungen absichern.

Infolge des rapiden Anstiegs der Spreads kam es im März zu einer regelrechten Austrocknung des Marktes für Papiergold – denn immer weniger Investoren waren bereit, auf ein völlig virtuelles Anlageprodukt ohne physische Absicherung zu setzen. Als immer mehr Spekulanten die Auslieferung ihres Goldes verlangten, aber nicht ausreichend physisches Gold zur Auslieferung bereitstand, zogen viele Marktteilnehmer ihre Investments ab. Viele Kritiker sehen die Entwicklungen, welche sich im März 2020 abgespielt haben, auch als Beleg für künstliche Eingriffe der Großbanken in den Goldmarkt.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Scroll to Top