Gold ist seit mehreren Tausend Jahren ein Zahlungsmittel, welches bei Anlegern und Zentralbanken beliebt ist. Das „Schweizer Privatfernsehen“ QS24 widmet sich diesem Investment und geht der Frage nach, ob Gold der größte Betrug der Geschichte ist – immerhin hat Chris Powell aber, Sekretär des Anti Trust Action Komitees, unlängst behauptet, das 80 Prozent des weltweiten Goldbesitzes gar nicht existieren. „Wenn das zutrifft, wäre dies der größte Betrug in der Geschichte der Menschheit“, resümiert QS24 und hat als Experten den CEO von Kettner Edelmetalle, Dominik Kettner eingeladen. Kettner ist laut QS24 einer  der größten Goldhändler in ganz Europa und soll Licht ins Dunkel bringen. Im Interview mit QS24 stellt Dominik Kettner klar, wie seine Einschätzung aus der täglichen Handelspraxis aussieht.

Unterschied zwischen Papiergold und physischem Gold

Kettner erklärt, dass er den Powell-Eindruck unterstützen würde, solange vom Papiergold die Rede sei. Wenn von physischem Gold gesprochen werde, müsse dagegen differenziert werden, so Kettner. Er sieht eine konstant hohe Nachfrage nach physischem Gold insbesondere von einer äußerst wichtigen Käuferschicht: Die Notenbanken der Welt liefern sich ein Wettrennen um die größten Goldbestände: “Es gibt gewisse Länder, die sich permanent in Defiziten bewegen, die permanent im geringen Zinsniveau sind und logischerweise Liquidität beziehungsweise Sicherheiten abgeben müssen in Form von Gold“, erklärt Kettner und erinnert daran, dass dagegen die Regierungen in Asien, , aber auch Russland massiv als Käufer auftreten. “Diejenigen, welche mächtigsten sind, haben die größten Goldbestände“, stellt Kettner klar. Daher gäbe es ein permanentes Tauziehen zwischen diversen Ländern wie den USA und China und Russland um die größten Goldbestände.  

Goldfutures verzerren die Preise

Im Interview mit QS24 geht Dominik Kettner insbesondere auf den umstrittenen Teil des Edelmetallhandels ein, welcher bis heute für massive Beeinflussungen des Wertes verantwortlich ist: „Die Frage ist, wie die Länder agieren und ob sie tatsächlich physische Goldreserven aufbauen möchten, oder ob es den Ländern wichtiger ist, Handelsbörsen im eigenen Land zu haben, die mit fiktiven Goldmengen durch nur kleine Mengen Gold gedeckt sind“, erklärt Kettner. Dies sei plausibel jedoch nicht zu erklären. Und in die tatsächlichen Rohstofftransaktionen bekommen Normalsterbliche ohnehin keinen Einblick.

Gibt es die staatlichen Goldreserven überhaupt noch?

Die Folge dieser Unsicherheit ist bis heute spürbar: Es halten sich dauerhaft hartnäckig Gerüchte, nach denen die nationalen Goldreserven gar nicht mehr existieren würden, sondern bereits verkauft seien. „Nach dem Zweiten Weltkrieg haben die meisten Länder begonnen, gerade unter den Alliierten, das Gold in die USA zu bringen und es dort zu lagern“, sagt Dominik Kettner augenzwinkernd. Denn trotz internationalen Drucks sei bisher nur ein kleiner Teil der nationalen Goldreserven zurückgeführt. Kettner kritisiert die Gründe hierfür: „Es gibt Pläne, über Jahrzehnte das Gold langsam zurückzuführen. Ausreden dafür sind, dass die Inventarisierung aufwändig ist, dass der Transport sehr aufwendig und entsprechend sicherheitsbedürftig ist.“ Kettner stellt klar: „Es ist problemlos möglich, größere Goldmenge mit Transportern, Flugzeugen und so weiter zu transportieren.“

„Die Vermutung liegt natürlich nahe, dass das Gold gar nicht mehr in den USA ist, sondern vielleicht schon längst in Asien, weil es Sicherheiten in Asien geben muss, weil Asien sehr großen Einfluss auf den US-Dollar hat. Die Asiaten haben sehr große Interessen, dass der Goldpreis stabil steht, weil sie im Besitz von großen Goldmengen sind. Ob die gelagerten Goldmengen tatsächlich noch da sind, wo sie sein müssen, das stelle ich selbst in Frage“

Dominik Kettner, CEO von Kettner Edelmetalle

Das Grundprinzip sollte aus drei Dritteln bestehen, zum einen Land und Grund, zum anderen Aktien und Cash und zum Dritten die Edelmetalle. Die Speichen, die bewegen sich wie ein Rad, das man sich vorstellen kann. Und dieses Rad der Zeit hat immer eine Speiche am Höhepunkt. Aktuell stehen insbesondere die Immobilien am Höhepunkt und auch die Aktienmärkte sind am Höhepunkt – Kettner fragt: „Also ist welche Speiche am interessantesten? Die Edelmetallspeiche.“

Gold ist nichts für Zocker

Eine Absage erteilt Dominik Kettner all denjenigen, welche mit Edelmetallen lediglich schnelles Geld machen möchten: „Wir sind festen Überzeugung, dass Edelmetalle nur zur Vermögenssicherung geeignet sind. Zu jedem Crash ist es notwendig, einen gewissen Anteil des Vermögens zu sichern und sich dann schnell wieder liquide zu machen und von günstigen Aktienkursen oder von günstigen mobilen Preisen zu profitieren. Wir haben jetzt eine Phase am Markt, wo Edelmetalle interessant sind, weil dieses Null-Zins-Niveau so noch nie existiert hat.“

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