Nach einer rund einwöchigen Zwangspause wegen des Corona-Virus hat die United States Mint bekannt gegeben, dass ab dem 21. April die Produktion in der Prägestätte Westpoint bei New York in geringem Umfang wieder aufgenommen wird. In den vergangenen Tagen wurden die Produktionsräume nach Angaben der Leitung der Prägestätte sorgfältig gereinigt und es wurden Maßnahmen ergriffen, um die Abstandsregelungen einzuhalten. Da die Prägestätte als systemrelevant eingestuft wird, kann die Produktion der Anlagemünzen fortgesetzt werden. Es ist jedoch bereits jetzt absehbar, dass deutlich weniger Exemplare der „American Eagle“ Anlagemünzen aus Gold und Silber hergestellt werden.

Die United States Mint unterhält drei Prägestätten in West Point, San Francisco und Denver. Die Fabriken waren in der Vergangenheit mehrfach wegen Corona-Verdachtsfällen gesperrt worden. Und damit sind die Amerikaner nicht allein. Auch in Kanada wurde eine von zwei Fabriken der Royal Canadian Mint zwischenzeitlich geschlossen, die South African Mint aus Südafrika fährt derzeit ihre Produktion herunter und die Singapore Mint soll bis Juni 2020 geschlossen bleiben.

In den vergangenen Wochen ist es zu einem massiven Angebotsengpass auf dem Markt für Anlageprodukte gekommen. Physische Edelmetalle sind nur noch schwer zu beschaffen, sodass die Kaufpreise auf den reinen Metallwert stark zugenommen haben. Verschärft wurde die Lage insbesondere durch die Schließung zahlreicher Raffinerien in der Schweiz. Hier wird über die Hälfte des weltweit geförderten Goldes verarbeitet. Zusätzlicher Nachschub durch private Goldverkäufe ist unterdessen nicht zu erwarten, denn in der aktuellen Version möchte kaum jemand seine Münzen oder Barren verkaufen. Und es ist nicht absehbar, wann die wichtigen Prägestätten in den USA und Kanada wieder auf vollen Touren arbeiten.

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